FGG Konferenz in Mexiko 2019

von Barbara Strewinski

Die Mitgliederversammlung der Federation of Gay Games (FGG) fand vom 31. Oktober bis 2. November 2019 in Guadalajara, Mexiko, statt. Nachdem zuletzt zwei Mal die Wahl auf Paris als Versammlungsort gefallen war, sollten in Mexiko auch Vereine und Verbände aus Süd- und Mittelamerika teilnehmen können. So kamen insgesamt Mitglieder und Gäste aus 23 unterschiedlichen Ländern.
Paris 2018 kommunizierte erfolgreiche Gay Games mit rund 10.300 Teilnehmern und präsentierte eine Studie über den finanziellen Erfolg der Spiele für die Stadt und die Region. Es wurde die Stiftung FRIER gegründet, die anteilig Erlöse der Gay Games vereinnahmte und für die kräftig Gelder gesammelt wurden. Ziel der Stiftung ist es, queere Sportinteressen zu vertreten und auch Gelder vom Land zu erhalten, die sie dann verwalten und weitergeben. Zu den Gewinnen von Paris 2018 gibt eine Diskrepanz zwischen dem, was die Presse in Frankreich vermeldete und dem, was sie der Federation der Gay Games kommunizierte. In Frankreich war es ein voller Erfolg mit fast 300.000 Euro Gewinn, der FGG kommuniziert man, das man im Veranstaltungsjahr nur Verluste gemacht hat und von daher keinen anteiligen Gewinn an die FGG zahlen könne. Hier bleibt ein schaler Geschmack. Schade.

Die nächsten Gay Games finden 2022 in Hongkong statt. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung wurde aufgrund der aktuell schwierigen politischen Situation diskutiert, ob die Spiele immer noch in Hongkong stattfinden können. Hongkong 2022 erklärte, die Stadt sei so groß, dass man der schwierigen Demosituation aus dem Weg gehen kann und das davon auszugehen sei, das China Hongkong nicht vor 2047 vereinnahmen wird. Sie stehen im engen Austausch mit der Regierung von Hongkong und dem Touristenbüro und werden von dort auch kräftig unterstützt. Hongkong hat einen Tourismuseinbruch um 50 Prozent seit dem Start der Demonstrationen. Die ursprünglich erwartete Teilnehmerzahl sind 15.000 Sportler*innen. Sollten sich aufgrund der politischen Lage einige Sportler*innen nicht trauen, werden die Spiele vermutlich kleiner ausfallen, aber sicher nicht in eine andere Stadt verlegt werden.

 

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