Kölner Radstadion umbenennen

Bei ihrer Fertigstellung 1996 wurde die Rennbahn des Radstadions bereits nach dem Kölner Ausnahmesportler benannt. Einer Bürgerinitiative ist das jedoch nicht genug. Sie setzt sich jetzt für die Umbenennung der gesamten Sportstätte in „Albert-Richter-Radstadion“ ein. Und der Platz vor dem Radstadion soll an Ernst Berliner erinnern. Als feierlicher Rahmen für beide Namensgebungen ist ein Festakt während der Deutschen Meisterschaften im Bahnradsport vom 24. bis 28. August 2021 in Köln angedacht.

Hintergrund: Die Radsportlegende Albert Richter wuchs als Sohn einer Kölner Arbeiterfamilie im Stadtteil Ehrenfeld auf. Gefördert von seinem Trainer und Manager Ernst Berliner galt er schon mit 19 Jahren als Ausnahmetalent des Bahnradsports. So wurde er u.a. 1932 Amateur-Weltmeister, siebenfacher Deutscher Profimeister, zweifacher Vize-Profimeister und gewann mehrfach den Sprint-Wettbewerb „Grand Prix de Paris“. Wegen seines beharrlichen Widerstands gegen das NS-Regime und seiner Loyalität gegenüber dem jüdischen Trainer Berliner stand Richter unter kritischer Beobachtung der Nationalsozialisten. Im Dezember 1939 wurde er an der Schweizer Grenze verhaftet und wegen Devisenschmuggels festgenommen. Richter wird in Lörrach inhaftiert und am 2. Januar 1940 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Offiziell als Selbstmord dokumentiert, sprechen viele Indizien dafür, dass der 28-Jährige hingerichtet wurde.

Falls Du die beiden Anträge unterstützen möchtest, führt folgender Link zur entsprechenden Online-Petition:
www.openpetition.de/…/koelner-radstadion

Bild: © Kölner Sportstätten GmbH

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