IDAHOBIT 2021 auf dem Roncalliplatz

von Nadine Pazdziora und Maria Engels

Am 17. Mai 2021, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie – IDAHOBIT, zeigte sich auch Köln mit LGBTIQ* Menschen weltweit solidarisch. Seit 2005 gibt es den IDAHOBIT, in Köln gab es in diesem Jahr zum zehnten Mal eine Kundgebung.

Die Kölner LGBTIQ* Community ging für mehr Sichtbarkeit und Gleichbehandlung auf die Straße und setzte sich für Akzeptanz und gegen Diskriminierung ein. Im Schatten der Domspitzen auf dem Roncalliplatz fand eine zweistündige (coronaconforme) Veranstaltung statt, bei der natürlich auch Janüsse vertreten waren. Sie bestand aus kritischen, konstruktiven und Mut machenden Rede- und Musikbeiträgen, schönen Aktionen und einem Kunstprojekt mit klarer Aussage: „Wir schaffen Diskriminierung ab!“. An Politik und Kirche wurden klare Forderungen gerichtet.

Weltweit werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt, diskriminiert oder sogar verfolgt. In mindestens 6 Ländern wird Homosexualität mit dem Tod bestraft. In mindestens weiteren 50 Ländern gibt es Gesetze, die Homosexualität unter Strafe stellen. Auch in Deutschland finden jeden Tag verbale Anfeindungen oder gar tätliche Angriffe gegen Homo- und Bisexuelle sowie transgender Personen statt. Staat und Kirche halten sich zurück oder nehmen klar die Haltung gegen LGBTIQ* ein, anstatt ihren Beitrag zur Gleichstellung zu leisten oder ihre Sexualmoral zu reformieren.

Erst kürzlich zündeten Unbekannte die Regenbogenfahnen an der Kirche „Christi Auferstehung“ in Köln an, die als befürwortendes Zeichen im Rahmen der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare gehisst wurden. Auf diesen erschütternden Akt der Intoleranz und des Hasses antwortete der KLuST (Kölner Lesben- und Schwulentag) mit einer schnellen Geste und übergab der Gemeinde eine neue Regenbogenfahne, die mittlerweile wieder da hängt, wo sie hingehört. „Wir lassen es nicht zu, dass durch Hass und Feuer unsere Rechte in Frage gestellt werden. Viele. Gemeinsam. Stark!“, kontern die Organisator*innen des ColognePride.

 

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