verschiedene Begriffe rund um Gender

von Jana Comtesse

Der International Non-Binary People’s Day soll über die Existenz von nicht-binären Geschlechtern aufklären und auf die Situation von nicht-binären Menschen aufmerksam machen.

Neugierig? Hier die wichtigsten Infos:

Nicht-binär ist ein Überbegriff für alle Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, sich also außerhalb dieser zweigeteilten (binären) Geschlechterordnung befinden.

Nicht-binäre Genderidentitäten können total unterschiedlich sein: Agender (geschlechterlos), genderqueer, femme, demigirl, demiboy, die Liste ist endlos lang.

Sie haben jedoch alle miteinander eines gemeinsam: Sie verweigern sich der (binären) Zweiteilung in Mann oder Frau. Nicht-binäre Menschen bringen ihr Identitätsgefühl auf verschiedene Arten zum Ausdruck. Eine nicht-binäre Geschlechtsidentität ist oft nicht am Erscheinungsbild oder am Verhalten der Person abzulesen und muss nicht androgyn wirken.

Mit der neuen Gesetzgebung zur dritten Option beim Geschlechtseintrag 13. Dezember 2018 ist die Vielfalt der Geschlechter zum ersten Mal in den Blick einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Es stellt sich die Frage, inwieweit ein Klima der Offenheit und des Vertrauens in der Gesellschaft herrscht, das es den betreffenden Menschen erleichtert, sich als nicht-binär zu outen. Denn im Alltag werden alle Menschen beständig mit der binären Geschlechterordnung konfrontiert.

Kaum wahrnehmbar ist das für binäre verortete Menschen – für nicht-binäre Menschen hingegen sehr wohl. Darunter fällt u.a. das (Auf)Suchen nach der richtigen Toilette und auch alle Situationen, in denen sich Personen ausweisen müssen (z.B. Immatrikulation, Leistungsnachweise im Studium, Arbeitsverträge etc.) und die alltägliche Kommunikation. Im Alltag erleben nicht-binäre Personen sehr viel Misgendering (d.h. dass ihnen das falsche Geschlecht zugeordnet wird) und leider auch Diskriminierung. Das kann dazu führen, dass nicht-binäre Menschen ihre Geschlechtsidentität lieber nicht öffentlich machen.

Hier sind Respekt und eine achtsame Sprache wichtig.

Also: Wie spreche ich nicht-binäre Personen am besten an? – Einfach mit einem freundlichen „Hey du“. Oder formeller natürlich auch „Ich grüße Sie“. Man sollte geschlechterspezifische Ansprachen wie „Herr…“ oder „Frau…“ einfach vermeiden.

Habt Ihr Fragen und/oder Anregungen, meldet Euch gerne bei diversity@sc-janus.de.

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