Danke: Barbara hört als Sportwartin auf

Nach acht Jahren im Vorstandsamt Event und vier Jahren als Sportwart*in verabschieden wir Barbara in den wohlverdienten Ehrenamtsruhestand. Barbara war für die Durchführung des Sportbetriebs zuständig. Zu ihren Aufgaben gehörte die Entwicklung des Sportangebots, die Koordination von Trainingsmöglichkeiten und Sporthallen sowie die Betreuung der Trainerinnen und Trainer. Ganz nebenbei war sie für die Anschaffung und Verwaltung von Sportgeräten verantwortlich.

Die größte Herausforderung war sicher die Corona-Zeit mit Lockdown, Wiederbeginn, 2. und 3. Lockdown, gesperrten Hallen, vielen Kündigungen von Trainer*innen, vielen Unsicherheiten und sehr vielen Verordnungen. Wir danken Barbara für ihr großartiges Engagement und ihr Herzblut, welches sie zwölf Jahre in die Vorstandsarbeit eingebracht hat. Wir werden sie sehr vermissen. Danke, Barbara!

Unsere Rückschau voller Anerkennung und Dankbarkeit:

Begonnen hat alles im feierfreudigen Jahr 2000. Der Janus zelebriert sein 20-jähriges Bestehen unter anderem mit einer lesbisch-schwulen Fußballweltmeisterschaft, einem Handballturnier und einem rauschenden Fest in den Rheinterrassen. Überzeugt von der guten Stimmung der Jubiläumsfestivitäten, spielte Barbara schon kurz darauf selbst bei den Handballdamen des SC Janus in der Oberliga mit.

Danke: Barbara hört als Sportwartin aufAber auch vor einer Mitarbeit innerhalb des Vereinsvorstands schreckte die gelernte Werbekauffrau und Medienproduktionerin nicht zurück. So kann der Janus heute auf zahlreiche, erfolgreiche Veranstaltungen zurückblicken wie zum Beispiel CSD-Teilnahmen, Partys, Mitgliederversammlungen und Weihnachtsfeiern, die unter Barbaras Federführung als Event-Vorstand (2005 – 2013) gemeinsam im Team organisiert und durchgeführt worden sind. Ob Basement, Herbrands, Altenberger Hof oder Wolkenburg – allein die Auswahl der Locations war schon legendär und hat bis heute Maßstäbe gesetzt.

Zur selben Zeit und darüber hinaus hatte sie das Amt der Abteilungssprecherin Handball Damen inne (2005 – 2017) und betreute davon zwei Jahre zusätzlich das 2. Handball Damenteam als Co-Trainerin.

Ein wichtiger Höhepunkt in Barbaras ehrenamtlicher Laufbahn für den queeren Breitensport war zweifelsfrei die vielseitige und umfangreiche Mitarbeit im Orga-Team für die Gay Games 2010 in Köln.

Und da Spiel und Spaß bekanntlich gerne auch mit einer Überraschung einher gehen, hat das Energiebündel über den Verein auch Ihre heutige Frau Annette kennen und lieben gelernt. Der Standesbeamte – übrigens ein Handballer aus den Janusreihen – hatte vorher beharrlich dafür gesorgt, dass irgendwann „Nägel mit Köpfen“ gemacht wurden.

Inspiriert durch die Gay Games in der eigenen Stadt und das Engagement Ihrer Frau vertritt Barbara den SC Janus seit 2007 beim internationalen Sportverband Federation of Gay Games (FGG) und seit 2009 zusätzlich auch beim europäischen Sportverband European Gay and Lesbian Sports Federation (EGLSF).

Als sich 2017 mit Andrea Löwe erstmals eine Frau zur Wahl der 1. Vorsitzenden des Vereins stellte, sagte das Multitalent in punkto Organisation und Networking erneut ihre Unterstützung im Vorstand zu: Dieses Mal als Sportwartin des SC Janus. Gesagt, gewählt und bis heute geblieben.

„Ein Verein lebt von seinen Mitgliedern und den vielen ehrenamtlichen Helfer*innen und Mitarbeiter*innen. Da mir der Janus so viel gegeben hat, war es mir ein großes Bedürfnis, mit meiner ehrenamtlichen Arbeit Verantwortung zu übernehmen und meinem Verein mein Bestmögliches zurückzugeben. Denn möglichst viele andere Janüsse sollen auch diese positiven Momente und Begegnungen erleben können. Auch ich persönlich habe dem SC Janus sehr viele schöne, schweißtreibende, ernste Stunden und tolle Freundschaften zu verdanken“, resümiert „Babs“ – wie sie liebevoll von vielen Mitstreiter*innen genannt wird. Und wir sind uns ganz sicher, dass ihr vielschichtiges Engagement Spuren hinterlässt, denen zu folgen sich lohnt!
Nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie scheint 2021 ein Jahr des Neubeginns zu sein. Barbara freut sich auf eine frische Brise im (erweiterten) Vorstand und sagte mit bewährter Zuverlässigkeit ihre Unterstützung bei der Einarbeitung der neuen Sportwartin oder des neuen Sportwarts zu. Sie wird übrigens zunächst weiter den SC Janus bei den internationalen Gremien vertreten, denn: „Niemals geht frau so ganz!“. Tausend Dank!

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